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Impulsvortrag über Würde von Gerald Hüther

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Autor und Hirnforscher Gerald Hüther.

© Foto: privat

Warburg (wrs) - Seit Ende Mai ist in der Warburger Neustadt die Ausstellung „Museum der Menschheit“ des Niederländers Ruben Timman zu sehen. Das Organisationsteam der Ausstellung und die VHS Warburg konnten nun den Autoren und Hirnforscher Gerald Hüther für einen Impulsvortrag gewinnen. Der Vortrag gehört zu den Begleitveranstaltungen des Museum der Menschheit.
Das Thema des Vortrags liegt Hüther am Herzen: „Es geht um unsere Würde“ lautet der Titel seines Impulsvortrages am Sonntag, dem 8. September 2019, um 11.30 Uhr im Pädagogischen Zentrum (Wachtelpfad). Im Anschluss gibt es eine offene Diskussionsrunde.
In einer von Effizienzdenken und Erfolgsstreben geprägten Zeit ist die Würde wichtiger denn je. Sie ist der innere Kompass, der durch Turbulenzen, Verlockungen und scheinbare Notwendigkeiten leitet. Wer sich der eigenen Würde bewusst wird, behandelt auch andere respektvoll, so Hüther.
Fotograf Timman sagt dazu: „Wir können uns gegenseitig in den Gesichtern des Museums der Menschheit finden - in ihrer und in unserer Würde“.
Würde sei eine innere Haltung, die eine Person nicht nur in ihrem Verhalten zum Ausdruck bringt, sondern auch in ihrer Haltung, ihrer Mimik und Gestik — sogar auf einem Foto wird sie für den Betrachter erkennbar.

Hüther veröffentlichte 2018 das Buch „Würde. Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft“. Darin fragt er: „Verletzt nicht jeder, der die Würde eines anderen Menschen verletzt, in Wirklichkeit seine eigene Würde?“ Gerald Hüther war von 2004 bis 2016 als Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen beschäftigt. Von 1994 bis 2006 leitete er eine von ihm aufgebaute Forschungsabteilung an der psychiatrischen Klinik in Göttingen. 2015 gründete er die Akademie für Potentialentfaltung und leitet sie als Vorstandsmitglied.
In seiner Öffentlichkeitsarbeit ginge es ihm um die Verbreitung und Umsetzung von Erkenntnissen aus der modernen Hirnforschung. Er verstünde sich als „Brückenbauer“ zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlicher beziehungsweise individueller Lebenspraxis. Ziel seiner Aktivitäten sei die Schaffung günstigerer Voraussetzungen für die Entfaltung menschlicher Potentiale.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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