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Seminar: Gewaltfreie Kommunikation

Warburg (wrs) - Die Art, wie Menschen miteinander kommunizieren, führt oft zu Verletzungen und Distanz. Die in Auseinandersetzungen typische Frage danach, wer Recht oder die Schuld hat, führt nicht aufeinander zu, sondern erhält den Konflikt aufrecht und nährt ihn sogar noch. Die Folge ist, dass man in einer "Problemtrance" bleibt, die jeden Blick auf mögliche Lösungen schon im Ansatz verstellt. Das hinterlässt Verlierer auf allen Seiten. "Gewaltfreie Kommunikation" ist die Bezeichnung für ein Kommunikationsmodell, welches zu einer völlig anderen Denkweise einlädt. Es ersetzt verurteilendes Denken und Sprechen durch den Blick auf das, was eigentlich wirklich dahinter steht - was alle Menschen miteinander verbindet. Die so gefundene gemeinsame Lösung ist dann oft unerwartet einfach.

Das Seminar am 16. und 17. September 2020 leitet dazu an, diese Echtheit in sich freizulegen - von all den Prägungen, die man im Laufe des Lebens angesammelt hat. Diese sorgen nicht nur dafür, dass man anderen mit ständigen Beurteilungen, Vorwürfen und Schuldzuweisungen begegnet. Sondern auch mit sich selbst gehen viele hart zu Gericht, weil sie kaum gelernt haben, auf einer Bedürfnisebene mit sich selbst zu kommunizieren. Wie soll man da die Fähigkeit entwickeln zu Empathie und Mitgefühl gegenüber anderen, wenn man das schon mit sich selbst nicht vermag? Sich so zu befreien setzt voraus, die eigenen Wahrnehmungen von seinen automatisch ablaufenden Bewertungsmustern zu trennen. Jenseits von Voreingenommenheit und Schubladendenken entdeckt man dann auf einmal Gemeinsamkeiten, die allen Menschen gleich sind, selbst wenn sie gegensätzliche Wege beschreiten. Voraussetzung hierfür ist ein innerlicher Klärungsprozess zu der Frage, was wir beobachten, statt wie wir es bewerten, was wir fühlen, statt was wir meinen und denken, was wir brauchen, statt was andere "sollten" und was wir erbitten können, statt was andere "vorhersehen und zu erfüllen" hätten.

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer wie automatische Gedanken dafür sorgen, dass man urteilt und bewertet, statt wertfrei zu beobachten, wie man diese Urteile und Bewertungen übersetzt - zu dem, was gerade wirklich in einem lebendig ist, wie man für seine Bedürfnisse eintreten und die Chance erhöhen kann, dass sich diese auch erfüllen.

Weitere Informationen und Anmeldung: Kath. Landvolkshochschule Hardehausen, Abt-Overgaer-Str. 1, 34414 Warburg, 05642/9853-200, zentrale@lvh-hardehausen.de, www.lvh-hardehausen.de.

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