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Theatergruppe beschäftigt sich mit Mobbing

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Szene aus dem Stück "Erinnerungen an...".

© Foto: privat

Warburg (wrs) - Etwa 35 Gäste folgten der Einladung der neuen Theatergruppe am Marianum und ließen sich von der selbstentwickelten Szenenfolge „Erinnerungen an...“ in den Bann ziehen. Das Theaterstück beschäftigte sich mit dem in der Gruppe gewählten Thema Mobbing. In Anlehnung an eine authentische Zeitungsmeldung wurde das Schicksal von Luisa, einer Grundschülerin aus Berlin, die sich Anfang des Jahres wegen Mobbing in ihrer Verzweiflung selbst tötete, mit einfachen Mitteln und dennoch überzeugend auf die Bühne in der Aula des Marianum gebracht. Nach der Aufführung herrschte zunächst betroffenes Schweigen im Zuschauerraum und dann erst folgte ein für alle Teilnehmer auflösender Beifall.
Aus der Not eine Tugend machend und nicht gegen den Bühnen-Raum spielend, sondern bewusst die vorhandenen Elementen der Bühne (Flügel, Mosaikfenster) aufgreifend, wurde der Flügel in das Spiel mit einbezogen: Als Bindeglied zwischen den einzelnen Szenen spielte Pauline Walter (9b) ein Musikmotiv aus dem bekannten Film "Amelie".
Auf der Vorbühne stellten die beiden Schülerinnen Emily Bengardt (8a) und Mara Backhaus (9b) das Schicksal von Luisa dar. Immer wieder mit ihrem Requisit Teddy spielend und in einem Poesiealbum oder auch Tagebuch blätternd, setzen sie sich mit ihren Fragen auseinander und verließen am Ende Hand in Hand die Bühne und gingen in den Publikumsraum. Auf der rechten Bühnenseite stellten Jana Nölle (7a), Mathilda Vössing (7a), Katharina Grewe (7b) und Amelie Schwedes (9a) in ihren Rollen wechselnd, Mitschüler, Eltern und Lehrer dar, die nach Ursachen und Hintergründen des Selbstmordes von Luisa befragt, gespielt von Pauline Walter, 9b, wurden.
In der intensiven Nachbesprechung schilderte Emelie Bengardt, dass sich diese Textcollage aus verschiedenen Zeitungsmeldungen, Auszügen aus Theaterstücken und auch aus eigenen Schreibprodukten zusammensetzt. Diese wurden von der Spielbegleitung Michael Schwarzwald in eine Reihenfolge gebracht und auf Rollen der vorhandenen Spielerinnen zugeschnitten, wobei diese sich dann selbst ihre Rollen aussuchen konnten. Gelobt wurde auch das konzentrierte Spiel und die damit verbundene Ernsthaftigkeit aller Schülerinnen auf der Bühne, das mit Theaterübungen eingeprobt wurde, die laut Spielleitung jedoch u.a. auch aus Zeitgründen immer mehr in den Hintergrund traten.
Schulleiter Frank Scholle bedankte sich bei der Gruppe und griff eine Anregung der Zuschauer auf, dass er gerne Raum für weitere Aufführungen, auch während der Unterrichtszeit, böte, wenn sich die Schüler dafür entscheiden.

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