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Ausstellungseröffnung im Museum im „Stern“

„Im Namen des Herrn unterwegs – Pilgern, Wallfahrten, Prozessionen“

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Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins. 

© Foto: Sürder

Warburg (wrs) - Am Sonntag, dem 3. September 2017, wird um 11 Uhr im Warburger Museum im „Stern“ die Ausstellung „Im Namen des Herrn unterwegs – Pilgern, Wallfahrten, Prozessionen“ eröffnet. Die Ausstellung gibt Einblicke in die vergangene und momentane Praxis des Pilgerns und der Prozessionen, begleitet von Momentaufnahmen von Pilgern vieler Religionen im Heiligen Land.
Schätzungen nach sind alljährlich 200 Millionen Menschen als Pilger unterwegs. Pilgern auf dem Jakobsweg zieht pro Jahr 200.000 Menschen an. Über 10 Millionen Muslime pilgern jährlich nach Mekka. Zur Trauerfeier von Papst Johannes Paul II. sollen 4 Millionen Pilger angereist sein. Über alle Religionen hinweg gibt es Ähnlichkeiten: Alle Pilgerorte werden mit Heiligen und mit einer spezifischen Kraft in Verbindung gebracht, welche allerdings stark variieren. Das echte Pilgern ist wohl nichts Geringeres als die Suche nach dem verlorenen Paradies. Das verlorene Paradies ist ein Verlust, mit dem sich der Mensch nicht abfinden kann. Pilgern zwischen religiöser Pflicht und spiritueller Selbstfindung ist an keine Konfession oder Religion gebunden. Das Pilgern gibt jedem Menschen die Möglichkeit, sich selbst oder dann die Gegenwart Gottes zu erfahren.
Wer aufbricht, hofft vielleicht, sich auf der Reise zu wandeln oder sich mit anderem auseinander zu setzen, seinen Horizont zu erweitern. Für die einen ist Pilgern eine Ferntour zu Fuß, für andere das Aufsuchen eines Wallfahrtsortes, mag es nur eine Stunde oder eine Woche zu Fuß oder mit dem Rad von zu Hause entfernt oder mit Flugzeug, Zug oder Bus in einer Tagesreise erreichbar sein. Diese Pilger oder Wallfahrer haben meisten eine religiöse Motivation, sind meist katholisch. Viele andere suchen nicht unbedingt spirituelle Erfahrungen, nutzen die Infrastruktur, suchen sportliche Herausforderung, sind auf den Geschmack gekommen. Auch im Warburger Land gibt es einige Pilgerorte, die teils seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Pilger und Wallfahrer sind: z.B. Kleinenberg, Dalhausen, Borgentreich, Klus Eddessen und früher Gottsbüren oder die Erasmuskapelle auf dem Burgberg in Warburg. Daneben bestimmten Prozessionen an den Bitttagen, an Fronleichnam und an anderen Kirchenfesten als Gelöbnis des Ortes das Leben der Gläubigen.
Die Gäste der Ausstellungseröffnung wird Rainer Mues, Vorsitzender des Museumsvereins Warburg, begrüßen. Er führt zudem in die Ausstellung ein. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Barbara Nespethal und Anton Cik.
Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 22. Oktober 2017. Das Museum ist täglich außer montags von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Für Gruppen besteht die Möglichkeit zum Besuch und/oder zu Führungen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten (Tel. 05641-741988).

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