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Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg

„Unvergessen-Podcast“ – Schüler gedenken der Opfer

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35 Schüler am Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg in Warburg erstellen einen Podcast gegen das Vergessen.

© Foto: privat

Warburg (wri) - Einen Podcast mit dem Namen „Unvergessen“ haben 35 Schüler des Johann-Conrad-Schlaun Berufskollegs in Warburg erstellt, um in erster Linie den Opfern der nationalsozialistischen Herrschaft zu gedenken. Die Schüler Nele, Natalie und Benedikt bilden das Moderatoren-Team für den Podcast. “Wir möchten Geschichte, die sich hier in der Region abgespielt hat, für junge Menschen begreifbar machen.” Der Podcast ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung von Schülern aus zwei Klassen, die von ihrem Geschichtslehrer Andreas Meier unterstützt werden.

Zehn Folgen sollen bis zu den Sommerferien veröffentlicht werden. Das erste größere Thema wird der Umgang mit Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung sein. Als besonders bedeutendes Beispiel regionaler Geschichte bildet hierbei die Stadt Marsberg mit ihren LWL-Kliniken einen Schwerpunkt. Im Zuge der NS-Herrschaft kam es unter anderem in Marsberg zu Zwangssterilisationen und auch zur Ermordung von Menschen mit Behinderung und auch von Minderjährigen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dieses dunkle Kapitel wird durch die Schüler recherchiert und in Form von Podcast-Folgen aufbereitet. Darüber hinaus wird es Interviews mit anderen Schülern, mit Wissenschaftlern und auch mit einer Mitarbeiterin der LWL-Klinik Marsberg geben.

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Bis Juli sollen zehn Podcast-Episoden erscheinen, die über gängige Plattformen wie
Spotify, Google Podcasts und anderen Anbietern abgerufen werden können.

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Das Projekt wird im Rahmen des Margot-Friedländer-Preises durchgeführt und wird von der Schwarzkopf-Stiftung gefördert. Mit dem Margot-Friedländer-Preis werden seit 2014 Jugendliche dazu aufgerufen, sich mit dem Holocaust, seiner Zeugenschaft und Überlieferung in interaktiven Projekten auseinanderzusetzen. Ziel ist es, junge Menschen zu unterstützen, sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus und Ausgrenzung sowie für eine pluralistische Migrationsgesellschaft einzusetzen. Benannt nach der Zeitzeugin und Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer wird durch die Ausschreibung des Preises die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus auch in den jüngeren Generationen lebendig gehalten.

Bis Juli sollen zehn Podcast-Episoden erscheinen, die über gängige Plattformen wie
Spotify, Google Podcasts und anderen Anbietern abgerufen werden können. Geplant ist jeden Freitag um 10 Uhr eine neue Folge zu veröffentlichen. Bisher wurden drei Episoden veröffentlicht, zuletzt ein Interview mit Dr. Sebastian Schlund von der Universität Kiel, einem Experten für Disability History. Feedback ist erwünscht und kann etwa per WhatsApp-Voicemail an die Nummer 0152/52413914 gegeben werden. Der Unvergessen-Podcast ist auch auf Instagram erreichbar unter dem Namen „unvergessen.jcsbk“.

 

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