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20 Jahre Landschaftsstation – 20 Jahre Engagement für das Kulturland Höxter

Borgentreich (wrs) - Nach einem schwierigen Start vor 20 Jahren feierte die Landschaftsstation nun in der Parkscheune beim Weidenpalais in Rheder ein harmonisches Jubiläum mit vielen Partnern aus Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Jagd sowie den zuständigen Behörden. Die unterschiedlichen Partner zusammenzubringen zählt für die beiden Vorsitzenden des Trägervereins Landschaftsstation im Kreis Höxter, Josef Jacobi aus Körbecke und Albert Boyen aus Godelheim, zu den größten Erfolgen der bisherigen Vereinsgeschichte.

Diese Einschätzung teilte auch Michael Werner, der als Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen, Bauen die Grußworte für den Kreis Höxter überbrachte. Nachdem vor 20 Jahren kurz hintereinander erst die Landschaftsstation Diemel-Weser-Egge in Borgentreich und anschließend die Landschaftsstation für den Kreis Höxter in den Räumen der Landwirtschaftskammer im Brakel ihre Arbeit aufnahmen, war allen Beteiligten früh klar, dass ein effizientes, wirtschaftlich gesundes Nebeneinader zweier Landschaftsstation im Kreis Höxter auf Dauer nicht funktionieren kann. Michael Werner moderierte dann als persönlicher Referent des damaligen Landrates Hubertus Backhaus über ein Jahr den schwierigen Prozess zur Zusammenführung beider Vereine. Seitdem sieht er in der im Jahr 2003 fusionierten Landschaftsstation „ein einzigartiges Erfolgsmodell“. Diese Einschätzung beruht nicht zuletzt auf den gemeinsamen Projekten „Erlesene Natur“ und „Vielfalt auf Kalk“, die dem Kreis Höxter zu neu in Wert gesetzten Naturschätzen verhalf. Dazu zählt das Weidenpalais in Rheder, das ein wundervolles und passendes Ambiente für die Jubiläumsfeier bot. Dazu zählen unter anderem der Falterpfad in Willebadessen, der Weser-Skywalk an den Hannoverschen Klippen, der Wanderweg durch die blühenden Kalkmagerrasen rund um Dalhausen sowie die Walderlebnisschule Modexen. Wolfgang Mügge von der Bezirksregierung Detmold hob in seinem Grußwort den Wert der Arbeit der Landschaftstation für den Artenschutz und die Entwicklung wertvoller Lebensräume hervor.
Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Brakel, Ursula Grewe betonte die Bedeutung des Naturschutzes im Kreis und die Möglichkeit der Städte auf kompetente Ansprechpartner in der Landschaftstation zurückgreifen zu können.
Als ein großes Plus für die Stationsarbeit gewichten die beiden Vorsitzenden Josef Jacobi und Alber Boyen, das mit Burkhard Beinlich, Frank Grawe und Sven Mindermann Mitarbeiter der ersten Stunde seit 20 Jahren für die Station tätig sind und damit zur Kontinuität und den gewachsenen Beziehungen zu allen Partnern beitragen. In seinem Rückblick auf die letzten 20 Jahre hob Josef Jacobi vor allem das heute gute und entspannte Verhältnis zur Landwirtschaft hervor. Dazu hatte im Innenverhältnis auch der Geschäftsführer des Maschinenringes in Brakel, Norbert Hofnagel, beigetragen, der den Werdegang der Station in den Anfangsjahren als Kaufmännischer Leiter mit prägte.
Neben den kurzen und knackigen Grußworten erfreuten sich die Gäste am Auftritt des Landsatirikers Udo Reineke, der wieder einmal einen Sahne-Auftritt hinlegte. Im Ergriffen sein vom Nichts persiflierte er die zunehmende Leere im ländlichen Raum, die dem Naturschutz immer mehr in die Hände spielt. So prophezeite er eine baldige Umbenennung des Kulturlandes in einem menschenleeren Naturland Kreis Höxter, in dem sich die Landschaftsstation dann so richtig austoben kann. Albert Boyen verwies zum Abschluss auf die neugestaltete Webseite der Landschaftsstation, die anschauliche Einblicke in das Wirken der Station bietet (www.landschaftsstation.de).

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