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Auf dem Weg in den Süden

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Mehrere Wochen lang pflegt Kirsten Strauch verletzte Vögel wie diesen Mauersegler.

© Foto: F. Grawe

Willebadessen (wrs) - Jedes Jahr im Herbst verlassen rund 5 Milliarden Zugvögel Europa, um in Afrika den Winter zu verbringen. Eine gefahrvolle Reise, die mit der Querung des Mittelmeeres und der Sahara verbunden ist. Beidseits des Mittelmeers warten Jäger mit Schrotgewehren oder Leimruten auf die Vogelscharen. Mehr als 53 Millionen Zugvögel fallen dabei allein in Europa der Jagd zum Opfer.
Einer der ersten Zugvögel, der seine Brutreviere in Europa verlässt, ist der Mauersegler. Er kommt meist pünktlich am 1. Mai im Kreis Höxter an und macht sich Ende August wieder auf den langen Weg nach Afrika, wo er südlich des Äquators überwintert. Er ist ein begnadeter Flieger, der sich außerhalb der Brutzeit nahezu ohne Unterbrechung in der Luft aufhält.
Dieses Jahr haben etwa 40 Mauersegler ihren Weg in den Süden mit einiger Verspätung erst Ende September angetreten: Es handelte sich um verletzte oder unterernährte Tiere, die von Kirsten Strauch in Willebadessen-Helmern liebevoll gesund gepflegt wurden. Zusammen mit etwa 60 Mehl- und Rauchschwalben, die ebenfalls in der Vogelpflegestation aufgepäppelt wurden, starteten sie am „Donnerbusch“, einer Erhebung am Ortsrand von Helmern, ihre Reise in den sonnigen Süden. Bleibt zu hoffen, dass sie den Nachstellungen und Gefahren entgehen und im nächsten Frühling wohlbehalten wieder in den Kreis Höxter zurückkehren.
Wer einen offensichtlich hilflosen oder verletzten Singvogel findet, finden wichtige Hinweise auf der Internetseite www.wildvogelhilfe.org.

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