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Überregionaler Austausch von Forstkollegen

Aus dem Schwarzwald ins Hochstift

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Ende und Neuanfang eines Waldes. Die Försterinnen und Förster diskutierten an verschiedenen Landschaftsbildern die vielen Auswirkungen der Waldkrise. Das Plateau auf dem Eggekamm lieferte dafür die eindrucksvolle Kulisse

© Foto: Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

Waldshut/Hochstift (wrs) - Für einen Austausch unter Försterinnen und Förstern zum Thema Wald im Klimawandel, Waldschäden und Wiederbewaldung trafen sich Forstleute aus Süddeutschland mit Förstern aus dem Regionalforstamt Hochstift.
„Wir spüren die Auswirkungen des Klimawandels auch im Südschwarzwald in Baden-Württemberg“, so Helge von Gilsa, Leiter des Kreisforstamtes Waldshut. „Der Borkenkäfer schlägt sogar in unseren Hochlagen zu, die Schäden im Wald werden immer größer.“ Da die Borkenkäfer-Massenvermehrung in NRW weiter vorangeschritten sei als in Südbaden, blicke man nun über den Tellerrand. So sollten Erkenntnisse für das Krisenmanagement vor Ort gewonnen werden, berichtet der Forstmann und Waldbauexperte aus Baden.
 "Herr von Gilsa und ich kennen uns aus gemeinsamen Berufsjahren in Stuttgart, da war der Weg nach OWL dann doch irgendwie kurz", sagte Roland Schockemöhle, Leiter des Hochstift-Forstamtes. Die Forst-Delegation aus dem „Ländle“ erkundigte sich an verschiedenen Exkursionspunkten in Warburg, Lichtenau und dem Waldinformationszentrum Hammerhof nach Strategien in der Krisenbewältigung, dem Umgang mit der Belastungssituation beim Waldbesitz wie Forstpersonal und vor allem unterschiedlichen Methoden der Wiederbewaldung. Auch Themen rund um die Wald- Förderprogramme von Land und Bund wurden besprochen. Insbesondere der Blickwinkel auf Zivilschutz in Waldbrandsituationen, Verkehrssicherungs-Gefährdungen durch dürrstehende Fichten bis hin zu arg in Mitleidenschaft gezogenen Waldwegen wurden von der süddeutschen Kollegenschaft interessiert aufgenommen. Dass es neben den dramatischen Waldbildern auch Hoffnung gibt, zeigt das Beispiel einer Bürgerpflanzaktion aus 2019 im Privatwald in der Nähe von Warburg. „Wir nehmen viele Anregungen und Tips mit“, bedankte sich von Gilsa. „Jammern bringt nichts“, das sei bei den süddeutschen Kolleginnen und Kollegen besonders hängen geblieben. „Gehen Sie weiter zukunftsorientiert und konstruktiv mit der Krisensituation um und arbeiten sie am Wohl des Waldes“, gibt Schockemöhle den Exkursionsteilnehmerinnen und Teilnehmern mit auf Ihren Weg in die Heimat.

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