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Bürgerspiele sind Trumpf des Kälkenfestes

Von Michael Rubisch

Warburg – In seiner 43. Auflage fand das beliebte Kälkenfest am vergangenen Wochenende rund um den Altstädter Marktplatz statt. Das traditionsreiche Fest, welches an das Gerberhandwerk erinnert, bot einmal mehr ein buntes Programm aus Musik und Schauspiel.

Den farbenfrohen Auftakt machten am Freitagabend die Gerber bei ihrem Zug durch die Altstadt. Die historischen Bürgerspiele bilden in jedem Jahr einen Schwerpunkt des Festprogramms. Auch in diesem Jahr wurde diesbezüglich wieder jede Menge Unterhaltsames geboten. Bevor der gr0ße Regenschauer am Freitagabend einsetzte wurde „Das saure Bier“ aufgeführt. Am Samstagabend sorgte dann das Stück „Sturm auf den Romhof“ für Kurzweil unter den zahlreichen Besuchern.
Das Stück spielt im Jahr 1761. Seit fünf Jahren tobt ein bitterer Krieg, der die Bevölkerung hungern lässt. Die Obrigkeit hingegen lebt in Saus und Braus. Die Bürger erfahren von der Lagerung einer großen Menge Mehl im Romhof, welches vom Adel zu Geld gemacht werden soll, anstatt es mit der hungernden Bevölkerung zu teilen. Das Volk beschließt kurzerhand die Lagerstätte zu stürmen. Damit das Unterfangen gelingt müssen Altstädter und Neustädter Bürger erstmals Seite an Seite kämpfen. Trotz einer Warnung durch einen Soldaten gelingt der Aufstand und Adel und Klerus müssen kapitulieren.
Trotz des ernsten Hintergrundes haben die Besucher des Festes viel Freude an der Aufführung. Dies liegt zu einem Großteil an den humorvollen Darbietungen der Schauspieler. Das Publikum ist amüsiert und honoriert die Vorstellung mit viel Applaus.

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