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Digital in die Zukunft

Von Michael Rubisch

Welda – Die digitalen Herausforderungen des 21. Jahrhundert meistern und das nicht nur in Ballungsgebieten sondern auch in den Dörfern des Kreises Höxter, dies ist das Ziel des LEADER- Projektes „DorfZukunft Digital“. Klaus Kaiser, parlamentarischer Staatssekretär des NRW-Kulturministeriums, verschaffte sich am vergangenen Freitag einen Einblick in den aktuellen Stand der Dinge.

Gegenüber urbanen Gebieten zeigt der ländliche Raum infrastrukturelle Defizite auf. Fehlende Versorgungs- oder Betreuungsmöglichkeiten sind hier nur ein Beispiel. Häufig ist allerdings der soziale Aspekt des Zusammenhaltens in den Dörfern noch wesentlich größer als in den Städten. Auch geringere Lebenshaltungskosten locken in ländliche Gebiete. Mit individuelle Lösungen für jedes der Beteiligten 30 Dörfer im „Megatrend Digitalisierung“ versucht das Projekt nun die Defizite zu reduzieren. Das Besondere am Projekt: Jeder Bewohner des jeweiligen Ortes kann sich und seine Idee mit in das Projekt einfließen lassen. Koordiniert wird das Projekt von Heidrun Wuttke, die beim Kreis Höxter angestellt ist.
2017 hat sich der Ort Welda um die Mitgliedschaft beim Projekt, welches über einen Zeitraum von drei Jahren angelegt ist, beworben. Im DGH wurde mit dem zur Verfügung gestellten IT-Material eine Lern- und Medienecke errichtet, in der es auch freies W-Lan gibt, weil nicht jeder Bewohner die Kosten eines Breitbandanschlusses tragen möchte. Mit einer digitalen Dorfplattform soll vor allem die jüngere Bevölkerung bedient werden, aber auch die älteren Semester nutzen nach einer entsprechenden Einweisung diese Möglichkeiten. Neben einer Website beinhaltet die Plattform auch einen digitalen Marktplatz sowie eine Fürsorge- und Kirchenplattform. Bürger aus den Dörfern erhalten dazu Schulungen in einem Contentent-Management-System. So können sie die digitale Dorfplattform administrieren. Je zwei Bürger aus jedem Dorf werden zu sogenannten Dorf-Digital-Lotsen geschult. Sie sind nicht nur Ansprechpartner für den Kreis Höxter, sondern beschäftigen sich mit Öffentlichkeitsarbeit, Freiwilligenmanagement oder Projekt- und Fördermittelmanagement. Neben Teilnehmern aus Welda stellten auch die Dörfer Germete und Wormeln aus dem Warburger Stadtgebiet ihre Projekte vor.
Beeindruckt vom Engagement in den Dörfern zeigte sich auch Klaus Kaiser. „Ich habe hier heute viel Engagement gesehen. Die Digitalisierung kann helfen in Zukunft besser Zusammenzuleben. Mit ihr sind Chancen verbunden auch berufliche Möglichkeiten im Dorf zu finden“, so der Staatssekretär abschließend.

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