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Energieberatung unterstützt den Löschzug Willebadessen

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Die Firma Werk.E unterstützte den Löschzug Willebadessen bei der Anschaffung eines Löschrucksacks und eines Multifunktionswerkzeuges.

© Foto: privat

Willebadessen (wrs) - Trockene Bäume und Gräser in heißen Sommern bieten Flammen einen guten Nährboden und schnell entwickelt sich aus einem kleinen Funke ein großer Waldbrand. Der Klimawandel ist mit seinen Auswirkungen inzwischen auch in der Region angekommen und die Waldbrandgefahr in Deutschland war in den vergangenen Jahren so hoc, wie noch nie. Doch wie bereitet man sich auf ein solches Schreckensszenario am besten vor? Diese Frage stellte sich auch die Löschzugführung des Löschzuges Willebadessen.
„Durch die Anschaffung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs Anfang Mai und durch die verlasteten Schläuche haben wir bereits eine sehr gute Grundlage geschaffen. Doch immer noch gibt es Stellen in der Umgebung von Willebadessen, die wir mit unseren Fahrzeugen nur schwerlich erreichen können und einen weiten Fußmarsch in kompletter Ausrüstung auf uns nehmen müssten“, berichtet Thomas Schlitt, Löschzugführer in Willebadessen. So wurde bei der Firma Werk.E angefragt, ob sie bei der Anschaffung eines Löschrucksackes und eines Multifunktionswerkzeuges den Förderverein des Löschzuges unterstützen würde.
Geschäftsführer der Energieberatungsfirma und Feuerwehrmann Sebastian Hund war sofort begeistert von der Aktion und überzeugte seine Kolleginnen und Kollegen, die Anschaffung für den Löschzug zu übernehmen. Mit seiner Firma Werk.E arbeitet Sebastian Hund an energiefreundlichen Häusern und Einrichtungen und leistet damit aktiv einen Beitrag zur Reduzierung von fossiler Energie und gegen den Klimawandel. Hund war lange Zeit selbst in der Willebadessener Feuerwehr aktiv. 2004 trat er in die Jugendfeuerwehr ein und 2008 in den Löschzug über.
„Ich habe selbst erlebt, wie mühselig der Einsatz in Waldgebieten sein kann, als ich im April 2018 beim Besuch in Willebadessen mit in den Einsatz gefahren bin", berichtet der Wirtschaftsingenieur und Energieberater Sebastian Hund. An den Bahngleisen in der Egge kam zu einem Flächenbrand. Wahrscheinlich hat ein Funkenflug durch eine kaputte Bremse eines Zuges gereicht und schon standen an mehrere Stellen entlang der Gleise die Gräser in Flammen.
Das Problem: die Gleise mussten erst gesperrt werden, bevor die Einsatzkräfte diese überqueren durften und mit den Löscharbeiten beginnen konnten. Das Feuer von der anderen Seite zu bekämpfen, kam nicht in Frage. Dafür war der Weg einfach zu weit. „Hätten wir damals schon die Rucksäcke und das Multifunktionswerkzeug besessen, hätten wir aber den Weg wählen und vielleicht den Schaden deutlich reduzieren können“, fügt Matthias Bannenberg, stellvertretender Löschzugführer, hinzu.
„Es war ein seltsames Gefühl, an den Gleisen zu stehen und zu warten, während sich das Feuer weiter ausbreitete.“, erinnert sich Sebastian Hund. „Wir wollten helfen, aber wir konnte den Brand nicht erreichen.“
Bei Flächenbränden und Waldbränden wäre der Schaden für die Natur und Umwelt zwar bedauerlich, aber sobald ein Menschenleben in Gefahr ist, wäre eine Verzögerung katastrophal. Hier zählt jede Sekunde.
Umso mehr freut sich Löschzugführer Thomas Schlitt: „Unser Dank gilt insbesondere Werk.E. Jetzt sind wir für den Ernstfall mit Material und Einsatzmitteln bestens gerüstet. Nun müssen wir nur noch unsere Kameradinnen und Kameraden auf die Gerätschaften schulen und üben, üben, üben.“

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