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Hardehausen wird zum Walderlebnisgebiet

Warburg (wrs) - In einem gemeinsamen LEADER-Förderprojekt wollen die vier starken Bildungseinrichtungen aus Hardehausen, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und dem Tourismus, ein neues Konzept zur Zusammenarbeit und Vermarktung des Naherholungsgebietes auf den Weg bringen.

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Gemeinsam für Hardehausen: (v.l. obere Reihe) Einrichtungsleiter Jan Preller und Rainer Glunz (Waldinformationszentrum), der stellv. Direktor Lucas Tielke (Jugendhaus Hardehausen), Norbert Hoffmann (Tourismus Warburg), (v.l. untere Reihe) Walter Preus (PaderCamp), Bürgermeister Michael Stickeln, Direktor Msgr. Uwe Wischkony (Katholische Landvolkshochschule Hardehausen) und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein.

© Foto: Stadt Warburg

Bereits 2018 setzten sich die vier Bildungseinrichtungen mit der Wirtschaftsförderung und dem Tourismus zusammen und schilderten ihre Herausforderungen. Gerade im Bereich der Vernetzung und Darstellung des umfassenden Angebotes in Hardehausen konnte ein direkter Handlungsbedarf festgestellt werden. „Unsere Einrichtungen können sich separat zwar über einen hohen Bekanntheitsgrad erfreuen, werden aber nicht als Einheit im Gebiet Hardehausen wahrgenommen“, berichteten die vier künftigen Projektteilnehmer. „Viele Gäste besuchen daher zielgerichtet eine der vier Einrichtungen in Hardehausen und wissen dabei gar nicht, dass noch weitere Angebote vorhanden sind", erklärten die Vertreter der Institutionen weiter.
Im Rahmen des angestrebten Entwicklungskonzeptes und der Markenoffensive Hardehausen sollen die vier Einrichtungen im Hinblick auf Zielgruppen, Quellmärkte und Vernetzungsmöglichkeiten nun genauer analysiert werden. Ziel ist es, dass Gäste und Besucher Hardehausen zukünftig als einen starken Ort in der Kommune Warburg mit vier starken Akteuren wahrnehmen. Hierbei ist es wichtig, dass die Selbstständigkeit und Wertigkeit der vier Einrichtungen bestehen bleibt. Im Rahmen der Arbeit sollten die vorhandenen Synergieeffekte festgestellt und stärker genutzt werden, z. B. durch vernetzende Elemente wie dezentrale Erlebnisstationen, eine verbesserte Verkehrsanbindung oder eine optimierte Wege- und Angebotsfindung für Besucher.
Die im Rahmen des Entwicklungskonzeptes entwickelten Projektideen sollen in eine Maßnahmenplanung münden und nach Möglichkeit im Anschluss über Förderprogramme oder andere Mittel umgesetzt werden.
„Das Konzept wollen wir über das Maßnahmenprogramm 'LEADER' fördern lassen“, erklärte Wirtschaftsförderer Sören Spönlein. „Der positive Beschluss durch die lokale Aktionsgruppe ist bereits erfolgt. Der Projektantrag der Wirtschaftsförderung Warburg wird in Kürze eingereicht.“ Der Startschuss für das Projekt soll voraussichtlich Mitte des Jahres fallen. Im Rahmen des Prozesses wird zudem auch eine Beteiligung der Bürger, Vereine und Besucher Hardehausen erfolgen. „Hardehausen ist bereits ein bekannter Besuchermagnet in der Region, aber es bietet mit seinen vier Einrichtungen auch noch viel Potenzial, das nun mit dem gemeinsam angestoßenen Konzept entfaltet werden soll“, sagte Bürgermeister Michael Stickeln.
Hardehausen besteht aus vier Bildungseinrichtungen: Auf dem Gebiet des ehemaligen Klosters Hardehausen ist das Jugendhaus und die Landvolkshochschule Hardehausen, beide in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn, beheimatet. Die beiden Einrichtungen sind teilweise von der alten Klostermauer umgeben. Während das Jugendhaus inklusive des Jugendbauernhofes im Schwerpunkt Gastgeber für Kinder- und Jugendbildung sowie Freizeitangebote ist, bietet die Landvolkshochschule Erwachsenenbildung in ein- bis mehrtägigen Kursen an. „Es ist unser erklärtes Anliegen, Menschen zu ermutigen und zu unterstützen, das Leben auf dem Land zu gestalten“, so Direktor Uwe Wischkony.
In direkter Nachbarschaft befindet sich auf dem Birkenhof (das Gelände des ehemaligen Bauernhofcafés Paal) das PaderCamp, eine Einrichtung des Trägers Christliche Freizeiten Paderborn e.V. Hier finden hauptsächlich in den Sommermonaten erlebnispädagogisch orientierte Camp-Freizeiten für Kinder, Teens und Jugendliche statt. Ebenfalls kann das Gelände inklusive der Gebäude während des Jahres von Gruppen gemietet werden.
Die vierte Einrichtung auf der Scherfeder Seite des Hammerbachtals ist das Waldinformationszentrum Hammerhof, das zum Regionalforstamt Hochstift gehört. Seit 15 Jahren ist der Hammerhof ein Ort der Umweltbildung und Kommunikation im Themenfeld Wald, Holz und Biodiversität. Das integrierte Café ist ein beliebtes Ausflugsziel, genau wie das 1958 angelegte 170 Hektar große Wisentgehege. Dieses stellt das Zentrum des Walderlebnisgebietes Hardehausen dar und verbindet mit seinen attraktiven Wegen und Plätzen auch die Projektpartner am nördlichen und südlichen Ende des idyllischen Tals.

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