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K-Stream erhält 250. Unterstützung

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Die Band "Punch Drunk Poets" beteiligte sich an dem Projekt der Kulturvereinigung OWL.

© Foto: M. Hirschfeld

Paderborn (wrs) - K-Stream, die Kulturstream Initiative der Kulturvereinigung OWL, kann die 250. Spende verbuchen. Seit Juni unterstützt das Projekt Streams von Kulturveranstaltungen. Künstler oder Veranstalter können über das Projekt u.a. ein Konzertspenden-Tool nutzen. Dort ging nun die 250. Unterstützung ein.
"Bislang konnten wir 6044,59 Euro für Bands und Musiker generieren. Die durchschnittliche Beteiligung liegt somit bei 24,18 Euro. Das ist ein toller Wert", berichtet Hanna Stoppel, die sich um die Abrechnungen der Stream-Projekte kümmert. Neben ihr betreuen Emanuel Winkler, Bodo Janßen und Luis Golüke das Projekt.
Von K-Stream unterstütze Streams sind in der Regel kostenlos über mehrere Kanäle wie YouTube, Facebook oder Twitch zu sehen. Zuschauer werden aber gebeten, die Künstler freiwillig mit einem Betrag zu unterstützen. Das Spendentool schlägt Beträge vor und verdeutlicht deren Gegenwert. 20 Euro entsprechen z.B. dem durchschnittlichen Eintritt zu einem Clubkonzert. Für 30 Euro kann man Musikern eine Runde Bier finanzieren, 50 Euro kostet ein kleines Catering-Paket, heißt es in dem Spendentool. "Unsere Zuschauerzahlen gingen zuletzt leider deutlich zurück. Wir spüren die Urlaubszeit und das schöne Wetter. Dafür unterstützen manche die Künstler aber sogar mit einem virtuellen VIP-Ticket für 100 Euro", berichtet Stoppel. Acht Mal wurde dieser Betrag bereits gespendet.
Noch bis Ende August kann K-Stream Dank einer Förderung durch das Musikförderprojekt "Create Music NRW" einen Schwerpunkt auf die Unterstützung von jungen Musikern legen. Gerade hat das Team ein Video veröffentlicht in dem Ausschnitte aus bisherigen Streams zu sehen sind. "In zehn Minuten stellen wir drei Bands von Paderborner Popmusik-Studenten vor", erklärt Luis Golüke. Die "Punch Drunk Poets", "Loki" und das Rap-Projekt "LEIF von STAGE & JMC" sind mit je einem Song zu sehen.
K-Stream unterstützt Streamprojekte nicht nur mit einem Spenden-Tool. Oft nutzen Kulturschaffende zunächst eine telefonische Beratung. "Die technischen Voraussetzungen für die Übertragung von Kulturevents sind eine Herausforderung.
Die häufigsten Probleme machen zu langsame Rechner oder schlechte Internetverbindungen", erklärt Bodo Janßen. "Unterschätzt wird häufig auch die Bedeutung einer Chatbetreuung während des Streams" ergänzt Emanuel Winkler. "Im Chat können wir aufkommende Fragen beantworten, Ansagen der Musiker ergänzen und uns vor allem bei allen Spendern bedanken. Ein netter Hinweis auf das Spendentool sorgt für manche zusätzliche Einnahme."
Um mehr potentielle Zuschauer zu erreichen, setzt K-Stream bis zu 30 unterschiedliche Kanäle ein. "Durch Multistreaming schaffen wir die technische Basis für mehr Zuschauer. Ohne vorherige Ankündigungen und Werbung funktioniert es aber nicht. Streams müssen wie normale Konzerte beworben werden. Leider erreichen uns Ankündigungen und Pläne oft noch zu kurzfristig", erklärt Luis Golüke.
Bands und Veranstalter, die auch von K-Stream unterstützt werden wollen, können sich gern bewerben. Alle Infos unter www.k-stream.de
Das Projekt K-Stream wurde von Kulturvereinigung OWL initiiert. Die Kulturvereinigung OWL ist ein Veranstalternetzwerk bei dem sich zur Zeit 19 ehrenamtlich tätige Kulturinitiativen vernetzt haben. In erster Linie soll das Projekt Kulturschaffende in Zeiten der Corona Krise unterstützen. Kultur soll zudem für Menschen erfahrbar werden, die nicht bei Veranstaltungen vor Ort sein können. Sei es krankheitsbedingt, weil sie zu weit entfernt leben oder das Budget für die Eintrittskarte fehlt.

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