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Klausurtag auf der Hegge zum Thema Nachhaltigkeit

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Klausurtag auf der Hegge zum Thema Nachhaltigkeit.

© Foto: Die Hegge

Willebadessen (wrs) - Das Christliche Bildungswerk Die Hegge im Kreis Höxter wurde 1945 gegründet, hat sich seitdem immer wieder neu erfunden und wird bis heute getragen von einer benediktinisch geprägten Frauenkommunität, die den Bildungsauftrag zusammen mit dem pädagogischen Team sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den verschiedenen Funktionsbereichen (Hauswirtschaft, Verwaltung, Haustechnik) verantwortet. Als christlich geprägte Einrichtung in privater Trägerschaft wurde von Anfang an Wert gelegt auf ethisch begründetes Handeln und Nachhaltigkeit.
Die Frauen der Kommunität, die Frauen des Hegge-Rings sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Aufgabenbereichen der Hegge hatten nun schon ein drittes Mal bei einem Klausurtag die Erd-Charta zum Thema. Mit dabei: Annika Thalheimer, Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und Projekt- und Bildungsreferentin vom Erd-Charta-Büro in Wethen.
Im Vorfeld sind eine ganze Reihe konkreter Fragen gesammelt worden, z.B. wann lohnt sich eine Reparatur und wann ist eine Neuanschaffung nachhaltiger? Wann ist frische Ware und wann Tiefkühlkost die bessere Wahl? Was ist von einer Ladesäule für E-Autos auf der Hegge zu halten? Wie hoch sind die ökologischen Kosten von einem Blatt Papier? Welches Papier ist ökologisch am sinnvollsten?
Auch wenn sich die Referentin hervorragend vorbereitet hatte, war es doch häufig schwierig, eine eindeutige Antwort zu geben. Denn um die ökologischen und sozialen Kosten eines Produkts oder einer Tätigkeit genau zu quantifizieren, bedarf es sehr vieler Detailinformationen. Schon länger spricht man von der „neuen Unübersichtlichkeit“: Viele Materialien, Maschinen, Gegenstände sind so komplex in der Herstellung, in der Verwendung und in der Entsorgung, dass es schwerfällt, ökologisch und sozial gerechte Kaufentscheidungen zu fällen. Daher soll der interne Austausch im Team sowie das Gespräch mit Lieferanten und das Thema Nachhaltigkeit in der Bildungsarbeit noch weiter intensiviert werden. Die Hegge wurde zum Jahresende 2019 als eines der ersten Bildungshäuser in NRW für den Bereich BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) zertifiziert und will den Gedanken der Nachhaltigkeit leben und an andere weitergeben.
Vieles wird auf der Hegge bereits umgesetzt: Verwendung überwiegend regionaler und saisonaler Lebensmittel, keine Nahrungsmittelverschwendung, Menschen verschiedener Herkunft und Kulturen als Mitarbeitende und als Teilnehmende in den Seminaren, politische Bildungsarbeit. Aber: „Was gut ist, kann noch besser werden!“, darin war sich das gesamte Hegge-Team einig.
Die Erd-Charta kann dabei eine gute Richtschnur sein, denn sie vereint Vision mit Ethik und Aktion. Für Gäste und Mitarbeitende war es eine Entdeckung, dass in der Regel des Hl. Benedikt, an der die Frauen der Hegge sich seit ihrer Gründung orientieren, ein Großteil des Gedankenguts der Erd-Charta bereits enthalten ist.
Die nächsten Seminare zum Thema: 24./25. März: Gemeinwohl-Ökonomie; 27. bis 29. März: Klimawandel – was kann ich, was können wir tun?; 8. bis 10. September: Nachhaltig leben. Nähere Infos und Anmeldung: www.die-hegge.de.

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