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Klimaschutzkonzepte fertiggestellt

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(v.l.) Rainer Rauch, Bürgermeister von Borgentreich, Christof Derenthal, Kämmerer Borgentreich, Anota Poschmann, stellv. Bürgermeisterin Willebadessen, Dieter Stromberg, Stadt Borgentreich, und Hans Gernann Bluhm, Bürgermeister von Willebadessen. 

© Foto: Sürder

Von Julia Sürder

Willebadessen/Borgentreich - Die städte Borgentreich und Willebadessen haben im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit Klimaschutzkonzepte erstellt. Im Juni wurden die Konzepte in den jeweiligen Räten beschlossen. Die Konzepte sehen vier Handlungsfelder im Bereich des Klimaschutzes vor: kommunale Liegenschaften, erneuerbare Energien und Mobilität, Ernährung, Konsum und Landwirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit und Bildung. Seit 2015 wurde an den Konzepten gearbeitet. Auch die Bürgerinnen und Bürger wurden mit Workshops einbezogen. "Ein Schwerpunkt ist es, die Menschen mitzunehmen. Jeder kann dazu beitragen, dass das Klima sich weniger stark verschlechtert", betonte Willebadessens Bürgermeister Hans-Hermann Bluhm. Dem konnte sich auch Rainer Rauch, Amtskollege aus Borgentreich, anschliessen. "Wir müssen alles dafür tun, dass sich das Klima nicht weiter verändert." Die interkommunale Zusammenarbeit der beiden Städte sieht Rauch als Vorteil. "Wir haben ähnliche Strukturen und auch ähnliche Herausforderungen." Das Konzept sei auch eine Voraussetzung für den Zugang zu Fördergeldern. Aus den vier Handlungsfeldern wurden Projekte ausgewählt, zum Beispiel ein Bürgerbus oder eine App für eine Mitfahrbörse. Ab 2018 sollen die ersten Projekte in die Praxis umgesetzt werden. Für jedes einzelne muss der jeweilige Rat noch beraten und Mittel zur Verfügung stellen. Bürgermeister Bluhm wünscht sich den Ausbau von Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos. Für Rainer Rauch war die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED ein wichtiges Projekt. Damit wurde schon begonnen. In der Kernstadt ist die Umstellung abgeschlossen, nun sollen die Ortsteile folgen. "Das macht sich bezahlt", sagte Rauch. Bei den Sporthallen und im Schulzentrum sei auch noch Potenzial. "Wir sind guten Mutes, dass in der Bilanz weitere Einsparungen dargestellt werden können", sagte Bluhm. Schließlich schreite auch die Technik immer weiter voran. Das Unternehmen infas enermetric, das die Klimaschutzkonzepte erstellt hat, hat aber auch angemerkt, dass beide Städte im Bereich Klimaschutz schon weit vorangeschritten sind.

Die Erstellung der Klimaschutzkonzepte ist im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB), vertreten durch den Projektträger Jülich, gefördert worden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 28.000 Euro (Förderung 65 Prozent). Die Konzepte sind unter www.borgentreich.de und www.willebadessen.de abrufbar.

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