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Tierischer Besuch zum Weltmilchtag

Kuh Elfe zu Gast im Kindergarten Großeneder

Großeneder (wrs) - Einen ungewöhnlichen Besuch erhielt der Städtische Kindergarten Großeneder anlässlich des Internationalen Tages der Milch: Eine richtige Kuh stattete den rund 40 Kindern (von 2 bis 6 Jahren) einen Besuch ab. Natürlich konnte die echte Kuh mit dem schönen Namen Elfe bestaunt und gestreichelt werden. Außerdem zeigte Milchbauer Antonius Tillmann den Kindern, wie Kühe so wie zu Hause im Stall gemolken werden. Denn er hatte eine mobile Melkanlage im Gepäck. Dazu gab es vieles rund um die Milchquelle Kuh sowie Milchprodukte. „Wir möchten die Herkunft unserer Lebensmittel erfahrbar machen", so der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter Antonius Tillmann.

Die Kuh Elfe war die Hauptattraktion des Vormittages. Die Kinder bestaunten sie mit großen Augen. Viele Hände wurden ausgestreckt, um sie zu streicheln. Bauer Tillmann erzählte so einiges aus ihrem Kuhleben. Mittlerweile sei Kuh Elfe eine ältere Dame, sie sei 10 Jahre alt. "Für eine Kuh ist es schon ein hohes Alter und unsere Elfe ist immer noch rüstig, fit und fleißig wie Queen Elisabeth", bemerkt der Milchbauer schmunzelnd. Sie habe schon ein langes Leben hinter sich. "Und wir lieben unsere Dame, es ist schon eine innige Beziehung", unterstrich Tillmann.
Nicht nur die Kuh weckte bei den Kleinen großes Interesse. Neugierig schauten sie zu, wie Elfe mit der mobilen Melkmaschine gemolken wurde. „Vor dem Melken waschen wir bei uns auf dem Hof im Melkstand das Euter, um Schmutz und Staub zu entfernen", erklärte der Milchviehhalter. „Dann erst werden die Melkbecher der Melkmaschine angelegt, die dann die Milch aus dem Euter saugen, dies mag die Kuh sehr gerne." „Die Kühe werden bei uns zweimal am Tag, morgens und abends, gemolken", erläuterte der Milchbauer. Die Kühe würden aber erst Milch geben, wenn sie zuvor ein Kalb geboren hat. „Die Tragezeit, also die Schwangerschaft, dauert wie beim Menschen auch etwa neun Monate", berichtete Tillmann. Die Kühe seien gelassene, friedliche Tiere und würden immer gemächlich vor sich hin kauen. „Denn sie sind Pflanzenfresser, sogenannte Wiederkäuer, sie sind mit einer besonderen Verdauung ausgestattet", erklärte der Landwirt, „sie haben anders als wir Menschen insgesamt vier Mägen." So können sie Gras, Heu und Stroh in großen Mengen verdauen. Die Kinder waren begeistert von der Kuh in echt und von Kuhbauer Antonius Tillmann. Zum Abschluss des „Elfen"-Besuches gab es dann für jeden eine Trinkmilch.

Schauen, staunen, fühlen, schmecken, erkunden: Kinder wollen die Welt entdecken und stellen viele Fragen. "Erlebnisse wie der Kuh-Besuch und sinnliche Wahrnehmungen sind für Kinder wichtig, um zu verstehen und Abläufe kennen zu lernen", erklärte Tillmann. „Wir wollen den Kindern zeigen, woher die Milch kommt. Denn das wissen heutzutage längst nicht mehr alle." Das Anliegen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes ist es, die Landwirtschaft sichtbar, greifbar, erlebbar zu machen und das mit allen Sinnen.
Kasten
Lust auf einen Hofbesuch?
Kindergärten oder Schulklassen, die ebenfalls einen Hof besichtigen möchten, können sich melden beim Landwirtschaftlichen Kreisverband Höxter, Tel. 052721370512, oder per Mail an info-bra©wlv. de. Auch online besteht die Möglichkeit einen Hof zu finden. Auf der Internetseite des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) www.bauernhof.net/lernort-bauernhof können Lehrkräfte unter der Rubrik Lernort Bauernhof aus den mehr als 600 Bauernhöfen wählen. Indem sie die eigene Postleitzahl eingeben, können sie einen Hof in ihrer Nähe finden.

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