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Mehr Verständnis für die Arbeit der Wehren

Von Michael Rubisch

Warburg – Ein neuer Imagefilm über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr läuft ab sofort im Vorprogramm des Cineplex Warburg. Entstanden ist der Film im Rahmen der landesweiten Kampagne „Freiwillige Feuerwehr. Für mich. Für alle“, an der auch die Freiwillige Feuerwehr Warburg teilnimmt. Der Film wirbt für das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr und soll die Bevölkerung für die wichtige Arbeit der Wehren sensibilisieren.

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v.l. Jürgen Rabbe, Ute Schlinker, Christoph Fuest, Klaus Braun, Carsten Reineke, Andrea Fuest und Maik Menne bei der Präsentation des neuen Imagefilms der Feuerwehren im Stadtgebiet Warburg. 

© Foto: Rubisch

„Natürlich geht es auch darum, neue Mitglieder für die Arbeit in der Feuerwehr zu begeistern“, erläutert Jürgen Rabbe, Wehrführer der Warburger Feuerwehr. Aber der Film soll auch andere Ziele verfolgen. "Wir wollen auch Arbeitgeber erreichen, damit sie unsere Kameraden im Einsatzfall von ihrer Arbeit freistellen und so auch für die Einsatzstärke der Truppe sorgen." Bei der Bevölkerung soll noch einmal ein Verständnis für die Arbeit der Wehren geschaffen werden, denn immer wieder müssen sich die Einsatzkräfte Vorurteilen stellen. Meckernde Autofahrer im Stau bei einem Verkehrsunfall gehören mittlerweile leider zum Alltag der Einsatzkräfte.
Die Arbeit in der Feuerwehr ist insofern ein besonderes Ehrenamt, weil neben den zahlreichen Übungsabenden und Fortbildungen jederzeit die Alarmsirenen läuten können und der Ernstfall eintreten kann. Brände, Unfälle oder Wetterkatastrophen folgen keinem geregelten Plan. Auch die Aufgabenfelder sind mittlerweile breit gestreut. Schon längst kümmern sich die Einsatzkräfte nicht mehr nur um Brände. Neue Arbeitsfelder wie Räumarbeiten nach Unwettern oder die Überwachung moderner Brandmeldeanlagen stehen auf dem Programm.
Genau diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sind auch zentraler Bestandteil des nun vorgestellten Imagefilms. Das neunzig Sekunden lange Werk zeigt in moderner Art und Weise die Arbeit der Einsatzkräfte und spielt dabei mit den Gefühlen der Betrachter. Das Warburger Cineplex ist deutschlandweit eines der ersten Kinos, die den Trailer nun für vier Monate kostenlos im Vorprogramm zeigt. „Wir freuen uns, den Clip ins Vorprogramm zu integrieren und so der Feuerwehr hoffentlich zu helfen“, betont Ute Schlinker.
Auch von Seiten der Stadt Warburg weiß man um die Wichtigkeit des Themas. „Bei Vorstellungsgesprächen fragen wir beispielsweise die Bewerber, ob sie sich ein Engagement in der Feuerwehr vorstellen können“, berichtet Klaus Braun, erster Beigeordneter der Stadt. Im Rahmen der Imagekampagne haben Vertreter der Stadt auch an einem Workshop teilgenommen, der Arbeitgebern aufzeigen soll, wie Beruf und Ehrenamt gut zu koordinieren sind.
Mit dem neuen Spot werden hauptsächlich junge Menschen als Zielgruppe angesprochen. „Ab 10 Jahren können Kinder sich in der Jugendfeuerwehr engagieren“, so Rabbe. Mit Einverständnis der Eltern dürfen Jugendliche ab 16 Jahren dann an Übungsabenden und Fortbildungen der Einsatzabteilungen teilnehmen. „Wir hoffen, dass der Spot bei den jungen Menschen gut ankommt und sich wieder mehr für die tolle Arbeit in der Feuerwehr interessieren“, so Rabbe abschließend.

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