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Neues Fahrzeug, bessere Möglichkeiten

Von Michael Rubisch

Scherfede – Die Freiwillige Feuerwehr Scherfede hat nun auch offiziell das neue Hilfeleistungs- Löschgruppenfahrzeug, kurz HLF 20, mit einer kleinen Feierstunde in Betrieb genommen. Das neue Fahrzeug wurde innerhalb von wenigen Monaten beschafft, da das alte LF 24 nach nun 18 Dienstjahren die Hürden der Hauptuntersuchung nicht schaffte.

Der TÜV stellte bei der Untersuchung des LF 24 im vergangenen Jahr erhebliche sicherheitsgefährdende Mängel am Fahrzeug fest. Eine größere Investition wäre nötig gewesen, um das Fahrzeug wieder fahrtauglich zu machen. Der Rat der Stadt Warburg entschied kurzerhand, dass eine komplette Neuanschaffung die sinnvollere Lösung sei. Innerhalb von Rekordzeit wurden alle Barrieren genommen und das Fahrzeug beschafft. Die Kosten für das Fahrzeug betrugen 385.000 Euro.
18 Jahre Dienstzeit ist für ein Feuerwehrfahrzeug nicht viel, diese sind in der Regel 25 bis über 30 Jahre im Dienst. In dieser Zeit entwickelt sich auch die Technik an Bord der Fahrzeuge weiter. Um diese Technik im Notfall korrekt einsetzten zu können, müssen sich die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit mit dem neuen Geräten beschäftigen. Dies bedeutet eine Vielzahl an ehrenamtlich geleisteten Stunden für alle Beteiligten. Eine Arbeit, die alle Feuerwehrleute aber gerne tun und sich somit in den Dienst der Bürger stellen, wie Jürgen Rabbe, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, betonte.

Neues Fahrzeug eröffnet neue Möglichkeiten
Das neue HLF 20 am Standort Scherfede kommt von der Firma MAN und wurde mit der Firma Rosenbauer aufgebaut. Es bietet Platz für bis zu acht Feuerwehrleute und hat einen Löschwassertank von 2.000 Litern. Ein Tank mit 180 Litern Schaummittel ist ebenfalls integriert und über eine automatische Zumischanlage können Schaum und Wasser gemischt werden. Das Fahrzeug hat einen elektrischen Hochleistungslüfter an Bord, zudem vier Atemschutzgeräte und einen mobilen Rauchverschluss. Zur Ausstattung gehört eine Wärmebildkamera, ein Multi-Gasmessgerät sowie ein LED-Lichtmast, der Einsätze in der Nacht erleichtert. Auch transportable, akkubetriebene LED-Scheinwerfer gehören zur Ausstattung. Dieser verbessert die Lichtverhältnisse, wenn schnell an einem Einsatzort Licht benötigt wird. Das vorherige Ausrollen einer Kabeltrommel entfällt. Mit einem Akku werden auch Spreizer und Blechschere betrieben. Diese kommen zum Einsatz, wenn verunfallte Personen aus ihrem Fahrzeug befreit werden müssen.

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Das neue HLF 20 am Standort Scherfede.

© Foto: Rubisch


Die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die Brandbekämpfer sind an vielen Orten und zu zahlreichen Hilfeleitungen im Einsatz - ob bei der Beseitigung vom Sturmschäden, dem Leerpumpen von vollgelaufenen Kellern oder der Rettung nach Unfällen und der Beseitigung daraus entstandener Schäden. Dementsprechend vielfältig muss auch die Ausrüstung der Rettungskräfte sein.

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