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Notfalldose in zahlreichen Warburger Apotheken erhältlich

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Die Apotheker Ruth Dietzel, Dr. Andreas Genau und Sina Evers von der Teutonenburg-Apotheke präsentieren die Notfalldose, die helfen soll, wichtige Gesundheitsdaten für den Notarzt griffbereit zu haben.

© Foto: Teutonenburg-Apotheke

Warburg (wrs) - Der Notarzt kommt in die Wohnung, der Patient ist nicht ansprechbar. Es muss schnell gehen, aber die Retter wissen nicht, welche Medikamente der Patient einnimmt, ob er Allergien oder Vorerkrankungen hat. Beim mühsamen Zusammensuchen von Pillen und Dokumenten geht wertvolle Zeit verloren. Eine einfache Lösung ist die Notfalldose. „In der Kühlschranktür aufbewahrt finden sich in ihr alle wichtigen Patienteninformationen auf einen Blick“, sagt Apotheker Dr. Andreas Genau von der Teutonenburg-Apotheke in Warburg.

Der weiß-grüne zehn Zentimeter hohe Plastikbehälter hat sich in vielen Regionen Deutschlands bereits bewährt. Auch in vielen Warburger Apotheken empfehlen die Pharmazeuten ihren Kunden dieses Hilfsmittel, um für den Notfall gewappnet zu sein. Dort bekommen Patienten auch Hilfe beim Ausfüllen der Notfallinformation.
Was bringt die Notfalldose? 
„Bei Notfällen kommt es oft auf Minuten an“, so Apothekerin Sina Evers von der Teutonenburg-Apotheke. Das Prinzip der Notfalldose sei daher denkbar einfach und doch genial: „Patienten stecken all ihre Notfalldokumente (Medikationspläne, Notfalltelefonnummern, Arztdaten) in die Dose und lagern diese in der Kühlschranktür. Je ein Hinweis-Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür sowie am Kühlschrank informieren die Rettungskräfte.“ Entscheidend sei natürlich, dass die Informationen stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
Warum im Kühlschrank? „Auf den ersten Blick mag der Kühlschrank als ungewöhnlicher Ort erscheinen, aber er hat zwei Vorteile: Es gibt ihn in jedem Haushalt, und jeder findet ihn schnell. Für die Rettungskräfte soll die Notfalldose daher eine Hilfe sein. Vielen Patienten gibt sie außerdem ein Gefühl von Sicherheit", weiß Apothekerin Ruth Dietzel zu berichten. Dies gelte umso mehr in Zeiten, in denen immer mehr Menschen alleine leben.
Nachdem im Spätsommer 2018 in Raum Münster das Pilotprojekt „Notfalldose“ startete, gibt es die kleinen Helfer nun gibt es in zahlreichen Apotheken in ganz Westfalen-Lippe. Dies ist sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern als auch bei den Apothekerinnen und Apothekern auf breite Zustimmung gestoßen. Daher hat sich der Vorstand der Apothekerkammer Westfalen-Lippe dazu entschlossen, die Notfalldose nach der Testphase in Münster im gesamten Landesteil Westfalen-Lippe in die Fläche zu bringen, berichtet Regina Overviening, Vorsitzende der Apothekerkammer Westfalen/Lippe.

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