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Denkmalpflege-Fachleute des LWL erläutern aktuelle Restaurierung

Rundgang auf dem Jüdischen Friedhof

Warburg (wrs) - Zum Jubiläumsjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, dem 28. September 2021, um 15 Uhr auf den Jüdischen Friedhof in Warburg ein. Die um 1820 angelegte Begräbnisstätte mit ihren knapp 300 Steinen gehört zu den bedeutenden Beispielen ihrer Art in Westfalen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Einblick: Führungen und Gespräche vor Ort" stellt der Rundgang die aktuellen Restaurierungsmaßnahmen an den historischen Grabsteinen vor.

Die LWL-Denkmalpfleger erläutern zusammen mit weiteren Partnern die wechselvolle Geschichte und Bedeutung des Friedhofs sowie die Ziele und Maßnahmen zu seiner denkmalgerechten Erhaltung. An ausgewählten Grabsteinen zeigt ein Restaurator die konkreten Restaurierungsschritte.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 24. September unter www.lwl.org/dlbw/service/veranstaltungen/einblick-juedischer-friedhof-warburg oder telefonisch unter 02051/591 4020.

Hintergrund
Der jüdische Friedhof in Warburg wurde um 1820 südwestlich des Sacktors außerhalb der Stadtmauer am Burggraben angelegt. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden die meisten Grabsteine umgestürzt und viele dabei sehr stark beschädigt. Aus zerstörten Grabsteinen entstand im September 1945 ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer. Der jüdische Friedhof mit seinen knapp 300 Steinen gehört zu den bedeutenden Anlagen ihrer Art in Westfalen. Trotz der Verwüstungen besonders aus der Pogromnacht am 9. November 1938 haben sich viele historischer Grabmale erhalten, die eine nachhaltige Erinnerung an die jahrhundertelange Geschichte jüdischer Familien in Warburg bieten.

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