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Schnelle Hatz in Windeseile

Von Michael Rubisch

Volkmarsen – Die Mitglieder des Vereins für Windhunde Hassia Volkmarsen hatten erneut zu ihrer beliebten Windhundeschau sowie zum Coursing für Windhunde geladen. Knapp 150 Tiere nahmen an der Schau teil, beim sonntäglichen Rennen gingen über 100 Tiere in den diversen Klassen an den Start.

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Genau hingeschaut. Dem kritischen Blick der Wertungsrichter setzt sich dieser Barsoi mit seinem Halter aus.

© Foto: Rubisch

Windhunde sind nicht nur sehr schnelle Tiere, es gibt sie auch in zahlreichen unterschiedlichen Rassen. Von gro0en Tieren wie den bekannten Greyhounds, irische Wolfshunde oder Barsois bis hin zu kleinen Rassen wie den Windspielen, die im ausgewachsenen Zustand nur etwas größer sind wie die europäische Hauskatze. Einen Einblick von der großen Vielfalt der Tiere gab es am Wochenende bei der Windhundeschau im alten Steinbruch. In diesem Jahr gab es eine Sonderschau mit Rassen aus dem Mittelmeerraum. Aus diesem Grund waren hier einige Tiere, die ihren Ursprung in diesen Gefilden haben, anzutreffen. Auf dem Vereinsgelände tummelten sich Podenco Ibicenco oder Podenco Canario mit spanischen Wurzeln, ebenso wie Pharao Hunde oder Podengo Portogues. Sie alle ermittelten am Samstag die schönsten unter ihnen. Die strengen Augen der Wertungsrichter achteten dabei unter anderem auf die Gestalt, in der Fachsprache Gebäude genannt, Gangart sowie das allgemeine Wesen der Tiere. Es gibt ausgewiesene Merkmale die jedes Tier aufweise sollte um eine möglichst hohe Wertungszahl zu erreichen. So sollte der Schwanz beispielweise so lang sein, dass er unter dem Hinterlauf hindurchpasst und wieder bis zum Hüftknochen zurück reichen sollte.


Am Sonntag ging es dann in Höchstgeschwindigkeit auf eine 800 Meter lange Rennstrecke. Beim Coursing jagen die Tiere, in einer atemberaubenden Geschwindigkeit, einem falschen Hasen hinterher. Entscheidend für die Bewertung ist dabei nicht ausschließlich die Geschwindigkeit. Die Wertungsrichter achten auf Jagdlust, Intelligenz, Geschicklichkeit, Kondition und Schnelligkeit der Hunde. Bis zu sechs Punkte konnten die drei Richter in jeder Kategorie vergeben. Die Maximalpunktzahl von 30 Punkten wird aber nur sehr selten erreicht. Damit die Tiere an solchen Veranstaltungen teilnehmen dürfen müssen sie diverse Prüfungen ablegen. Regelmäßige Visiten bei Veterinäre sind dabei eine Selbstverständlichkeit. Auch im Anschluss an die Rennen werden sie von einem Arzt in Augenschein genommen.

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