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Umfassende Renovierung der Klus Eddessen

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Die Kapelle ist ein Baudenkmal und wurde umfassend renoviert.

© Foto: Sürder

Von Julia Sürder

Borgholz -  Zwischen Haarbrück, Bühne, Borgholz und Dalhausen in einem Waldgebiet liegt die Klus Eddessen. Die Klus ist eine Eremitenklause, die seit 1859 fast durchgehend bewohnt wird. Die kleine Kapelle wurde 1856 errichtet. Ein Ort der Stille und der Einkehr ist die Klus Eddessen.
Im September letzten Jahres begannen umfangreiche Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen im Innen- und Außenbereich. Unter der Leitung von Architekt Albert Henne aus Höxter wurden Schäden am Dach behoben, Außenputz und Anstrich erneuert und Arbeiten an Drainage und Tragwerk durchgeführt. Im Inneren der Kapelle wurde der Altar gereinigt und grundrestauriert, der Anstrich wurde erneuert und Schäden am Boden behoben. Die Bänke wurden einer Thermobehandlung unterzogen, um Holzwurmbefall abzutöten. Da in der Kapelle keine Heizung vorhanden ist, wurden die Bänke mit heizbaren Polstern ausgestattet. Die Restauratorin Uta Scholand aus Marsberg reinigte die Altarfiguren und korrigierte Fehlstellen. "Wir haben von oben nach unten und von außen nach innen gearbeitet", erklärte der Architekt. Anlass für die Renovierung waren Schäden am Dach. Dabei kamen weitere Probleme zum Vorschein. "Das sieht man vorher eben nicht", sagte Henne. Das Dach ist mit Steinplatten aus Sollingsandstein gedeckt. Diese wurden abgenommen und auf Schäden überprüft und wieder aufgesetzt. Kaputte Platten wurden ersetzt. "Dafür nimmt man alte Sandsteinplatten. Dafür gibt es spezielle Lager", so Henne weiter.
Wann die Kapelle zum letzten Mal renoviert wurde, konnte weder der Architekt noch Pfarrer Werner Lütkefend sicher sagen. "Mehrere Jahrzehnte wird es sicher her sein", sagte Lütkefend. Dementsprechend sind auch die Kosten der Renovierungsmaßnahme. "Wir haben noch keine endgültige Abrechnung, liegen aber bei über 100.000 Euro", sagte Lütkefend. Davon trägt das Erzbischöfliche Generalvikariat 70 Prozent. 30 Prozent muss die Pfarrei Borgholz aufbringen, zu der die Klus gehört.
Im Außenbereich stehen drei neue Sitzbänke, deren Anschaffung durch den Rotary Club und den Maschinenring Borlinghausen möglich gemacht wurde. Der Maschinenring hat die Bänke aus heimischen Hölzern hergestellt, die Rotarier haben sich bereit erklärt, die Kosten dafür zu übernehmen.

In der Kapelle findet einmal monatlich ein fester Gottesdienst statt. Zudem ist die Klus ein Wallfahrts- und Pilgerort und Ziel von Prozessionen.

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