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Kreis Höxter vergibt Ausbildungsplätze zum Straßenwärter

Verkehrssicherheit zum Beruf machen

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Baggerführer Uwe Kröger.

© Foto: Kreis Höxter

Kreis Höxter (wrs) - „Mauern, Pflastern, Baggerfahren, Streudienst oder Ausbesserungsarbeiten an den Straßen – wir müssen echte Allrounder sein“, sagt Niklas Wöstefeld. Der Ovenhäuser beginnt in wenigen Tagen sein drittes und damit letztes Lehrjahr zum Straßenwärter beim Kreis Höxter.
Immer wieder neue Einsatzstellen und wechselnde Tätigkeiten: „Das ist eine Herausforderung und genau das Richtige für mich“, sagt der 18-jährige Azubi. In jeder Jahreszeit gebe es andere Arbeiten zu erledigen. Nicht nur aufgrund dieser Vielseitigkeit des Berufs habe er sich für „diese besondere Ausbildung“ entschieden, betont Wöstefeld. „Straßenwärter leisten einen enorm wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf den heimischen Straßen und damit für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Höxter.“ Derzeit arbeitet er zum Beispiel auf der Kreisstraße 70. Eine neuentstandene Rinne sorgt hier dafür, dass die Straße nach extremen Regenfällen und Wetterereignissen nicht überflutet wird. „Sichere Straßen bedeuten weniger Unfälle“, stellt Maximilian Kleibrink heraus. Der Erkelner ist seit 2020 Leiter des Bauhofs in Rolfzen. Angefangen hat auch er 2010 als Straßenwärter-Azubi beim Kreis Höxter.
Neben dem Kreisbauhof in Rolfzen gibt es den Kreisbauhof in Warburg. „Auch dort haben wir zwei Auszubildende zum Straßenwärter im Einsatz“, berichtet Kleibrink Insgesamt arbeiten auf beiden Bauhöfen 35 Kollegen. Es ist ein eingeschworenes Team. „Nach jedem Arbeitstag sehen wir das Ergebnis unseres Einsatzes“, betont Baggerfahrer Uwe Kröger und spricht auch vor diesem Hintergrund von „einem hohen Grad der Motivation“. „1999 bin ich als Quereinsteiger hier in Rolfzen angefangen“, blickt der gelernte Maurer zurück. Sein Kollege Volker Krois (45) arbeitet bereits seit 1993 in Rolfzen und ist für die Baumkontrollen verantwortlich. Uwe Drewes (55) wiederum hat seine Lehre zum Straßenwärter 1983 begonnen und stellt nach fast vier Jahrzehnten fest: „Die Arbeit macht mir nach wie vor Spaß.“ Der gelernte Kfz-Mechaniker und spätere Zeitsoldat Michael Mücka schulte 2000 zum Straßenwärter um. „Azubis machen gleichzeitig einen Lkw-Führerschein“, spricht der 47-Jährige von einem weiteren Plus.
Die schulische Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz ist mindestens ein Hauptschulabschluss. „Für uns ist wichtig, dass die Bewerber aufgeweckte Team-Player sind und über grundlegende handwerkliche Fähigkeiten verfügen. Wer Spaß an vielfältigen Aufgaben hat, ist bei uns genau richtig“, erläutert auch der Leiter des Bauhofs des Kreises Höxter in Warburg, Reinhard Bobbert.
Derzeit sucht der Kreis Höxter noch Auszubildende zum Straßenwärter oder zu Straßenwärterin für seine beiden Bauhöfe in Warburg und Rolfzen. „Die Ausbildung startet zum 1. August 2023 und dauert drei Jahre. Zu den theoretischen Inhalten gehören Verkehrsflächeninstandhaltung, Straßenverkehrssicherung, Bauwerksinstandhaltung sowie Wirtschafts- und Betriebslehre“, beschreibt Michael Werner vom Kreis Höxter, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen und Bauen. „Wir würden uns zudem ganz besonders freuen, wenn wir auch mal eine Straßenwärterin ausbilden könnten.“
Wer die Arbeit eines Straßenwärters zusätzlich einmal live erleben möchte, hat dazu bei einem Schnuppertag oder einem Praktikum auf einem der Bauhöfe des Kreises Höxter die Möglichkeit. Die detaillierte Stellenbeschreibung ist unter dem Punkt „Ausbildungsmöglichkeiten“ auf der Homepage der Kreisverwaltung zu finden. Fragen zum Bewerbungsprozess beantwortet Michaela Busche unter Tel.: 05271/965-6410.

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