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Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Förster appellieren an Waldbesucher

Waldbrandgefahr im Altkreis Warburg auch nach Regen noch hoch

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(v.l.) Frank Florian Bitter (Landesbetrieb Wald und Holz NRW), Jürgen Rabbe (Feuerwehr Warburg), Sascha Grzeschik und Dennis Fritzsche (THW Warburg) zusammen mit dem Unimog des THW Warburg.

© Foto: privat

Warburg (wrs) - Der Wald nimmt ca. ein Drittel der Fläche im Stadtgebiet der Hansestadt Warburg ein. Diese gehören der Stadt, dem Land und privaten Eigentümern. Die größte zusammenhängende Waldfläche liegt im westlichen Stadtgebiet. Die Hälfte der Fläche sind landwirtschaftliche Flächen hier bestehen die Gefahren von Flächenbränden.

Um die Gefahr eines Waldbrandes zu minimieren ist folgendes durch die Bevölkerung zu beachten (siehe auch die Information an Waldbesucher vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW): Keine Zigaretten oder andere brennende Gegenstände in die Natur werfen - erst recht nicht aus dem Fahrzeug. Schnell kommt es zu einem Böschungsbrand an Autobahnen und anderen Straßen. Niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehenlassen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Dies betrifft neben allen Modellen mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren (viele Pkw mit Otto-Motoren) künftig auch immer mehr Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro VI. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, können sehr hohe Temperaturen auftreten. Grillen in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Verbote zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten oder durch Kontaktbeschränkung müssen eingehalten werden. Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112 melden. Entstehungsbrände durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung hindern, wenn dabei keine Gefahr für den Löschenden entsteht.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert auf seine Homepage über die jeweilige Stufe der Wald- bzw. Graslandfeuergefahr: www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html oder www.dwd.de/DE/leistungen/graslandfi/graslandfi.html

Die Hansestadt Warburg hat in den letzten Jahren die Ausrüstung der Feuerwehr für die Vegetationsbrandbekämpfung verbessert. So wurde jede Einheit zusätzlich zu den Feuerpatschen und Motorsägen mit einem Löschrucksack und einem Waldbrandwerkzeug Gorgui-Tool ausgestattet. Ferner wurde eine Standard-Einsatzregel (kurz SER) zu dem Thema erstellt, die eine einheitliche Aus- und Fortbildung ermöglicht und das Vorgehen im Einsatzfall beschreibt. In Planung ist noch die Ausstattung aller Einheiten mit entsprechend für die Vegetationsbrandbekämpfung geeigneten Schlauchmaterials und passender Ausrüstung. Eine geplante Fortbildung konnte aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden, die folgt so bald als möglich.

Unterstützt wird die Feuerwehr Warburg durch das THW Warburg. Im Jahr 2019 wurde die Alarm- und Ausrückeordung (AAO) so angepasst, dass u.a. bei den Stichworten Feuer Wald/Fläche ein Fachberater des THW mit alarmiert wird. Dieser kann die Einsatzleitung vor Ort unterstützen und aufzeigen welche Mittel das THW beisteuern kann. Ferner steht in der „Waldbrandsaison“ ein geländegängiger Unimog mit 2.000l Wasser zum Einsatz bereit.

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