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Hansestand erlässt Anordnung

Öffentliches Leben wird eingeschränkt

Warburg (wrs) - Die Hansestadt Warburg hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab heute, Mittwoch, 18. März, unter anderem Veranstaltungen verbietet und weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beinhaltet, die die Verbreitung des Corona-Virus eindämmen soll.
Alle privaten, öffentlichen und religiösen Veranstaltungen sind damit untersagt. Ausgenommen sind nur solche Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge dienen.

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Ausland oder besonders betroffenen Regionen im Inland, werden für den Zeitraum von 14 Tagen nach Aufenthalt Betretungsverbote erlassen für Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Heime, Krankenhäuser, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, Berufs- und Hochschulen.
Bars, Kneipen, Clubs, Discotheken, Cafés und Eisdielen schießen, der Straßenverkauf bleibt aber erlaubt. Kulturelle Einrichtungen wie Museen, Kinos oder Ausstellungen müssen ebenfalls schließen. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen wird eingestellt.
Ausdrücklich nicht geschlossen wird der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Eine Öffnung dieser genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.
Restaurants und Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen. Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens ab 6 Uhr öffnen und müssen spätestens um 15 Uhr schließen. Übernachtungsangebote im Inland sind nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken zu nutzen.
Die Anordnung ist zunächst bis zum 19. April befristet.

Vor gleichem Hintergrund bleiben ab sofort alle Publikumsbereiche der Stadtverwaltung für die Öffentlichkeit bis auf weiteres geschlossen. Persönliche Gespräche können daher nur in sehr dringenden bzw. unaufschiebbaren Fällen nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Die Anmeldung für einen Termin in der Stadtverwaltung ist unter www.warburg.de oder telefonisch unter 05641/92-0 (Zentrale), 05641/92-101 (Bürgerservice) oder 05641/92-102 (Bürgerservice). 05641/92-103 (Bürgerservice) möglich.
Bürgermeister Michael Stickeln appelierte an die Bürgerinnen und Bürger: „In diesem Zusammenhang kommen dem Zusammenstehen und der Solidarität unserer gesamten Gesellschaft eine immense Bedeutung zu. Kann doch jede und jeder durch das Vermeiden nicht absolut notwendiger sozialer Kontakte und das Abstandhalten von den Mitmenschen derzeit am Besten dafür Sorge tragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, mindestens aber zu verlangsamen. Auch wenn wir also räumlich Abstand halten müssen, sollten wir ebenso gesellschaftlich näher zusammenrücken und noch mehr Verantwortung füreinander übernehmen.“

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