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Sarah Hakenberg erobert Herzen

Von Michael Rubisch

Warburg – Einen schwungvollen und amüsanten Auftritt lieferte Sarah Hakenberg im ausverkauften PZ und eroberte dabei die Herzen des Publikums. Die Künstlerin begeisterte durch viel Charme, facettenreichen Wortwitz und einer Menge Humor.

„Es kommt wirklich nicht oft vor, dass eine Veranstaltung so früh im Vorverkauf ausverkauft ist“, zeigte sich auch die Vorsitzende des veranstaltenden Kulturforums Lena Volmert begeistert von der großen Nachfrage nach Eintrittskarten. Und die über 500 Besucher wurden nicht enttäuscht.
Die sympathische Blondine präsentierte ihr Soloprogramm „Nur Mut“. Da liegt es nahe, dass sie sich zu Beginn einmal mit den Ängsten des Menschen beschäftigt. Über 650 anerkannte Ängste beim Menschen haben Wissenschaftler attestiert. Darunter solche wie die Angst vor der eigenen Nacktheit. Dem bayrischen Ministerpräsidenten hingegen attestierte sie gleich drei Ängste „ Da ist einmal die Angst vor Veränderung, die Angst vor dem Islamismus und schließlich die Angst vor Überfremdung.“
Bei der Geburt hingegen seien wir Menschen angstfrei. Angst wird also im Laufe des Lebens „erlernt“. Bei einem achtjährigen Jungen hingegen geben es gerade einmal drei Dinge, vor denen er Angst hat. „Die Angst, dass seine Playstation kaputt geht, dass ein Monster aus dem Kleiderschrank kommt und schließlich dass die eigenen Eltern ihm eine Freundschaftsanfrage auf facebook senden könnten.“ Die Ängste der Eltern hingegen fasst Hakenberg in ihrem Helikopter-Song zusammen. „Erziehen wir die Kinder Laissez-faire, haben sie es später mal schwer, doch umkreist man sie wie Helikopter, werden sie noch viel bekloppter“, fasste Hakenberg zusammen.
Mit großer Hingabe berichtete Hakenberg auch von der Angst, den richtigen Namen für den Nachwuchs zu finden. Nicht ganz so mutige Eltern entscheiden sich dabei für Max, Ben, Mia oder Anna, da bestehe nicht die Gefahr, dass bei der Namenswahl ein Fehler gemacht werde. In diesem Kontext erzählte die gebürtige Münchnerin auch die Geschichte vom kleinen „Peschelbär“. Der „Peschelbär“ sei ein kleiner Junge aus der Kita ihres Neffen. Hakenberg glaubte zunächst an einen Nachnamen oder Kosenamen des Jungen, bis sich im späteren Verlauf die Mutter des Jungen ins Gespräch einbrachte und erklärte, dass der kleine Bub auf den Namen Pierre-Gilbert hört. Die Besucher honorierten das Programm mit viel Applaus und Gelächter und so verging ein amüsanter und charmanter Abend wie im Flug.

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