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Schwimmsaurier im Marianum

Von Michael Rubisch

Warburg – 2013 wurden auf dem Grundstück der Familien Wiemers in Bonenburg Überreste eines 200 Millionen Jahre alten Sauriers gefunden. Der relativ gut erhaltene Fund sorgte damals für viel Aufsehen. Eine originalgetreue Nachbildung hängt nun als Leihgabe im Gymnasium Marianum.

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v.l. Simone, Lukas und Hubertus Wiemers, Schulleiter Frank Scholle und Hans Jurczyk, Fachbereich Biologie.

© Foto: Rubisch

Genauer gesagt einen Plesiosaurier, ein Schwimmsaurier, war es, der damals zum Vorschein kam. Das Original befindet sich nun im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Familie Wiemers hat sich von ihrem „Haustier“ allerdings eine Nachbildung anfertigen lassen. Hubertus und Simone Wiemers wollten die Nachbildung in Originalgröße möglichst heranwachsenden zur Schau stellen. Da ihr Sohn die sechste Klasse des Marianums besucht entschied sich die Familie für die Schule.
Bereits zahlreiche Hobbyarchäologen und Teams von Universitäten waren auf den Flächen der Familie Wiemers zu Gast. Ein Teil der Flächen wird für den Abbau von Ton genutzt. Wissenschaftler vermuten, dass der Kadaver des Sauriers schnell mit einer Schlammschicht überdeckt wurde und der Fund deshalb in so einem guten Zustand sei.
Auch Schulleiter Frank Scholle freut sich über das gut 1.80 Meter große Stück, das nun vor dem Naturwissenschaftlichen Trakt hängt. Wenn das Thema Evolution im Unterricht durchgesprochen wird soll es als anschauliches Modell für die Schüler dienen berichtet Lehrer Hans Jurczyk, Vorsitzender des Fachbereichs Biologie.
Das Ehepaar Wiemers hat bei der Veräußerung des Sauriers allerdings noch mehr für die Schüler ausgehandelt. So dürfen die Schüler der 7. Klassen im kommenden Jahr bei einer Ausgrabung auf dem Gelände der Familie dabei sein und es gibt zudem einen Besuch mit Führung durch das Museum in Münster.

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