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12 neue Geschäfte bis September in der Innenstadt eröffnet

Warburger Geschäftswelt trotzt dem Leerstand

Warburg (wrs) - Die Corona-Pandemie setzt den Einzelhandel und die Innenstädte mit Lockdowns und ausbleibenden verkaufsoffenen Sonntagen vor viele, auch zum Teil existenzbedrohende Schwierigkeiten.
Die Hansestadt Warburg bewarb sich daher auch frühzeitig und erfolgreich um das Landesförderprogramm „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“. Wirtschaftsförderer Sören Spönlein erklärt: "Im ersten Aufruf wurden ca. 125.000 Euro eingeworben, um Ansiedlungen in der Innenstadt zu fördern. Bereits 80.000 Euro konnten wir verplanen. Die Förderdauer beträgt zwei Jahre."

Neun Geschäfte und damit knapp 1.500 Quadratmeter Ladenfläche konnten über das Förderprogramm bereits vermietet werden. „Verschiedenste Sortimente finden sich darunter. Von Textileinzelhandel, Dienstleistungen und Bildungsangeboten ist alles dabei“, berichtet Spönlein. Die größten Räumlichkeiten umfassen die Hauptstraße 60 mit dem neuen Modehaus „Wilke Moden“ und der Hauptstraße 1, wo das neue Sanitätshaus Friedhoff eröffnet. Ein weiterer Textileinzelhandel wird bald in der Hauptstraße 36 seine Türen öffnen.
Auch außerhalb des Förderprogrammes sind neue Ladenlokale bezogen worden. In der Hauptstraße 8 befinden sich die neuen Büros des Wohnverbund Marsberg des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Das Sanitätshaus Seidel erweitert seine Räumlichkeiten und eröffnet ein weiteres Ladenlokal in der Hauptstraße 5. Zudem hat ein Shisha- und Handyzubehör Ladengeschäft "Akophone" bereits eröffnet und das Hörakustikgeschäft Scholand am Paderborner Tor befindet sich in der Vorbereitung.

Das Förderprogramm bietet noch Kapazitäten. „Wir möchten uns auch auf den nächsten Aufruf des Landes bewerben um neue Fördermittel zu generieren“, erklärt Wirtschaftsförderer Spönlein. „Es liegen noch einige Anfragen vor und daher erwarten wir noch weitere Verträge in diesem Jahr.“

Das Sofortprogramm bietet in vielen Bereichen einen erleichterten Einstieg in das Geschäftsleben. Im Bereich der Gastronomie wäre das ehemalige Szenario (Hauptstraße 12 - rechtes Ladenlokal mit ca. 160 Quadratmetern) ein attraktiver Einstieg für eine abendliche Bar. „Die Geschäftsräume sind bereits eingerichtet und neue Betreiber würden direkt vom Förderprogramm profitieren“, wirbt Spönlein für eine Bar. Die Lokalität befinde sich in einer hervorragenden Lage in direkter Nachbarschaft zu weiteren Gastronomien und Bars wie dem El Greco, Pfeffermintz, Time Out, Warboz und Kenzo. "Die Innenstadt attraktiver zu gestalten ist eines der erklärten Ziele, die ich vorantreiben möchte und daher arbeiten wir mit vielen verschiedenen Instrumenten daran, die Aufenthaltsqualität zu steigern“, unterstreicht Bürgermeister Tobias Scherf. „Neben dem Förderprogramm zur Anmietung der Innenstadt wird auch für die langfristige Zielsetzung an einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept gearbeitet, um Warburg für eine nachhaltige Zukunft zu positionieren.“


Ansprechpartner für Interessenten und Immobilieneigentümer zum Förderprogramm: Wirtschaftsförderung Warburg; Sören Spönlein; Tel. 05641/921 302; E-Mail: s.spoenlein@warburg.de.

Gefördert werden können 
a) Einzelhandels-Startups (Popup-Stores) und Gastronomie-Startups; b) Dienstleistungsgewerbe mit Publikumsverkehr; c) Direktverkauf landwirtschaftlicher Produkte; d) neue Angebote von Lieferservices/ Verteilstationen; e) Showrooms des regionalen Online-Handels; f) kulturwirtschaftliche Nutzungen; g) bürgerschaftliche und nachbarschaftliche (wohn-affine) Nutzungen (Repair-Cafés, Räume für Initiativen etc.); h) Bildungsangebote und Kinderbetreuung; i) Nutzungen zur Ermöglichung von neuen Mobilitätslösungen (zum Beispiel Fahrradabstellflächen mit E-Ladestationen). Die max. Förderdauer beträgt zwei Jahre. Mieter dürfen auf eine Reduzierung der Altmiete zwischen 60 und 80 Prozent hoffen.

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