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Warburg macht sich stark für die Zukunft

Wirtschaftsleitbild zeigt Stärken und Schwächen

Von Inge Seidenstücker


Warburg – Ein Wirtschaftsleitbild für die Hansestadt Warburg legte Bürgermeister Michael Stickeln nun dem Rat vor. Dieses war im Auftrag der Stadt von der Firma Cima Beratung und Management, Dr. Wolfgang Haensch und dem Verantwortlichen für Wirtschaftsförderung der Stadt Warburg, Sören Spönlein, erarbeitet worden.

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Sie stellten das Wirtschaftsleitbild für die Hansestadt Warburg vor. (V.l.) Bürgermeister Michael Stickeln, Dr. Wolfgang Haensch, CIMA und Sören Spönlein, Wirtschaftsförderung Stadt Warburg.

© Foto: Seidenstücker

Die Stärken und Schwächen der Hansestadt Warburg aufzuzeigen, galt es bei der Bürgerbefragung in 2016, an der sich rund 700 Einwohner beteiligt hatten. Darüber hinaus wurden Gespräche geführt mit Vertretern aus Handel, Gewerbe und Touristik, um die Ergebnisse der Bürgerbefragung vorzustellen und gemeinsam über Potentiale, Perspektiven und Herausforderungen zu diskutieren mit dem Ziel, ein Wirtschaftsleitbild für Warburg zu erstellen.

 

Gute Lebensqualität

Das Ergebnis der Befragung zeigte, dass rund 88 Prozent der Befragten Warburger gerne in ihrer Stadt leben. Gute Noten bekamen auch Gewerbe, Kultur und Einzelhandel. Während die Hansestadt überwiegend als traditionell und attraktiv gesehen wird, wurde sie gleichzeitig aber als wenig modern und innovativ beurteilt. Rund die Hälfte der Befragten sieht Warburg als wirtschaftlich starken Standort.
Abbau der Leerstände, eine bessere Verkehrssituation in Bezug auf ÖPNV und Autobahn, mehr Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche, ebenso Förderung von Unternehmensansiedlung sowie mehr Branchenmix waren die vorangingen Themen auf der Wunschliste der Warburger. So befürworten die Bürger eine Imagekampagne der Stadt sehr und wünschen sich einen Ausbau der Angebote in Freizeit und Touristik.
Die Round Table Gespräche mit Warburger Unternehmern, Bürgermeister Michael Stickeln und Sören Spönlein sowie Vertretern der Kreishandwerkerschaft und der Warburger Werbegemeinschaft ergaben eine weitgehende Übereinstimmung mit der Bürgerbefragung.
Es stellte sich heraus, dass Unternehmen Probleme haben, junge Mitarbeiter für den Standort Warburg zu gewinnen. Hierbei sei die Stadt u.a. mit einer geeigneten Wohnungsbaupolitik gefragt. Auch das Angebot bei Einzelhandel und Gastronomie sei verbesserungswürdig. Auf dem Gebiet der Touristik seien Aktiv- und Kulturangebote durchaus repräsentabel, allerdings gelte es mehr Genuss-Angebote zu machen. Haensch schlug vor, Schwerpunkte zu setzen und gezielt Gruppen anzusprechen, wie z.B. Oldtimerfahrer. Auch betonte er, die schöne Innenstadtkulisse der Altstadt bewusst einzusetzen und riet zu kreativen Ideen bei Stadtfesten.
Als kritisch wurde der Online-Handel betrachtet und unbedingt erforderlich sei die Stärkung der Werbegemeinschaft. Eine weitere Herausforderung stelle die Digitalisierung dar.
Insgesamt habe Warburg viel Tradition zu bieten, sei aber wenig innovativ, so das Fazit. „Wir wollen nicht stillstehen, sondern weitergehen“, sagte der Bürgermeister und hofft auf viele kreative Ideen seitens der Warburger und eine gute Umsetzung in naher Zukunft.
Als nächsten Schritt gelte es, Warburg als Marke zu definieren und einen Slogan zu entwickeln, sagte Stickeln.

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