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Gewinner des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" ausgezeichnet

Zukunftsperspektiven verbessern, Lebensqualität steigern, Identität stärken

Von Julia Sürder

Körbecke - Die Zukunftsperspektiven der Dörfer verbessern ist ein Ziel des Kreiswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft". 22 Dörfer aus den Ortschaften Warburg, Willebadessen und Borgentreich haben in diesem Jahr am Wettbewerb teilgenommen. Am Mittwoch zeichnete Landrat Friedhelm Spieker die Gewinner bei einer Feierstunde in der Gemeindehalle Körbecke aus. Und der Landrat hatte einiges zu tun, denn zahlreiche Dörfer waren von der Bewertungskommission mit Preisen bedacht worden. Den ersten Preis und ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro erhielten die Dörfer Niesen und Körbecke. Körbecke verdiente sich die Erstplatzierung unter anderem mit den besonderen musikalischen Aktivitäten des Kinderchors, des Seniorenchors und dem Chor für Schlaganfallpatienten, der geplanten Nutzung der ehemaligen Volksbank als Gemeindehaus, den ansprechend gestalteten und begrünten Straßenräumen, der überwiegend in Eigenleistung erfolgten Renovierung des Feuerwehrgerätehauses und vielen weiteren Aktivitäten und Aktionen. Niesen wurde unter anderem ausgezeichnet für die Umnutzung eines bäuerlichen Betriebes in einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb, das reichhaltige Angebot in der Bürgerhalle, die Vielzahl an Aktivitäten im kirchlichen Rahmen, die dorfgerechte Entwicklung des gesamten Straßenraumes im Dorf und eine überzeugende Sportinfrastruktur. Den zweiten Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro erhielten die Dörfer Lütgeneder und Nörde. Den dritten Preis mit einem Preisgeld von 1.000 Euro erhielten Borgholz, Bühne, Eissen und Herlinghausen. Borgentreich, Helmern, Ikenhausen, Rösebeck und Schweckhausen erhielten jeweils 300 Euro für besondere Gemeinschaftsleistungen. Gewürdigt wurde auch der besondere Einsatz für ein soziales Dorf. Hier erhielten die Flüchtlingshilfe Bonenburg, die AWO in Peckelsheim und die Katholische Landjugendbewegung Nörde eine Prämie in Höhe von 300 Euro. Die Teilnehmer haben eine Vielzahl an Aktivitäten für "ihr" Dorf unternommen, eine Tatsache, die auch der Landrat lobte: "Die Jury erlebte bei ihren Besuchen in allen beteiligten Ortschaften viele wunderbare Beispiele dafür, was eine Dorfgemeinschaft erreichen kann, wenn sie an einem Strang zieht." Es könne zwar nicht jeder Sieger sein, dennoch habe jedes Dorf gewonnen, wenn die Gemeinschaft gestärkt aus dem Wettbewerb hervorgehe, so Spieker weiter. Ohne lebendigen Bürgersinn, ohne Selbstverantwortung und Eigeninitiative hätten die Dörfer keine Zukunftsperspektive, betonte der Landrat und forderte die Bürger auf, auch weiterhin für die Heimat engagiert zu bleiben. 
Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ werden von einer Kreisbewertungskommission verschiedene Bereiche des Dorflebens beachtet - die Konzeption und Umsetzung von Leitbildern und Entwicklungsstrategien, die wirtschaftliche Entwicklungen und Initiativen, das soziale und kulturelle Leben, die Baugestaltung und Entwicklung und die Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft. Die Teilnahme am Wettbewerb ist eine Herausforderung für die Ortschaften, sich mit den Problemen, Stärken und Schwächen auseinander zu setzen und spezifische Lösungen zu erarbeiten.

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